· 

Das Kleinkind auf dem Boden bei DM

UNANGENEHM!!!

 

 

 

Das ist wirklich die größte Herausforderung: Gefühlsstürme in der Öffentlichkeit. Aber wir schaffen das!

 

Ich atme bewusst durch (tief in den Bauch) und versuche wahrzunehmen, ob ich gerade Kraft aufbringen kann oder ob ich schon echt am Ende bin.

 

a) Keine Kraft: Ich spreche liebevoll mit meinem Kind und sage, dass ich es jetzt raustrage oder sonst wohin, wo wir geschützt sind vor den Blicken anderer (denn das ist es, womit wir in solchen Momenten am meisten zu kämpfen haben). Denn es geht nur um dich und mich. Ich bin für dich da, wir schaffen das. (liebevoll flüsternd)

 

b) Kraft noch vorhanden: Wir bleiben an Ort und Stelle

 

 

Dann setze ich mich neben mein Kind auf den Boden. Ich versuche einfach nur da zu sein. Das spürt mein Kind. Es schaut zwischendurch immer mal, ob ich da bin, wie ich gucke. Ich konzentriere mich auf mein Kind, NUR auf mein Kind. Ich versuche immer mal Blickkontakt herzustellen, weil mir das hilft, die Menschen um mich herum auszublenden. Ich bin einfach nur da und warte. Manchmal hilft es meinem Kind, das Gefühl zu haben, ich weiß, was los ist. Dann sage ich "Du bist wütend. So wütend" Und ich meine das ernst. Mein Kind nimmt meine Stimmung wahr. Ich bin einfach nur da. Ich halte es aus. Ich biete meinem Kind immer mal wieder meine Hand an. Es ist total aufgelöst, weil irgendetwas nicht so war, wie es sich das vorgestellt hatte. In meinem Kind wütet ein Orkan. Mein Kind ist total überfordert. Ich bin da und gebe ihm Halt. Während ich ausharre, atme ich immer mal wieder bewusst und schaue, dass ich meine Anspannung ein bisschen loslassen kann. Irgendwann beruhigt sich mein Kind (ein wenig). Und dann kommt der schönste Moment, mein Kind signalisiert mir, dass es in den Arm genommen werden möchte. Und ich spüre unsere tiefe Verbundenheit. Und ich spüre, dass mein Kind in diesem Augenblick weiß, dass es ok ist, so wie es ist.