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Geburt, wie du willst

Geburt ist etwas Urweibliches. Doch die Realität in unserer Gesellschaft sieht anders aus. 

Wenn du an Geburt denkst, welche Assoziationen hast du dazu?

Krankenhaus?

Blut?

Sterile Räume?

Ärzte?

 

Wenn ich an Geburt denke, denke ich an Wellen. An die unbändigen, gewaltigen Wellen des Meeres. Warm, stark, voller Kraft und Verbundenheit.

 

Glücksmama hat die Verknüpfung für mich gelegt. Wehen sind Wellen. Wellen, auf denen du surfen kannst. Und jede Welle bringt dich deinem Baby ein Stück näher.

Geburt ist Intuition. Geburt ist natürlich. Geburt ist weiblich. Geburt heißt, dem Körper vertrauen, den Körper machen lassen. Den Kopf verlassen. Atmen. Fühlen. Loslassen.

 

Geburt muss selbsbestimmt sein.

 

Geburt ist etwas Medizinisches. Etwas, was pathologisch betrachtet wird, also wie eine Krankheit. (Super, dass trotzdem immer gesagt wird "Du bist schwanger, nicht krank.") Medizin ist männlich dominiert. Das heißt, dass Geburtsabläufe, die medizinisch stattfinden, weniger intuitiv ablaufen. In Krankenhäusern bekommen Frauen häufig nicht die Chance, sich auf ihren Körper einzulassen. Der Körper, der sehr genau, sehr intuitiv weiß, was zu tun ist. Denn Geburt ist etwas animalisches, tief in uns verwurzeltes. Dabei laufen Prozesse ab, die unser Körper im Einklang mit unserem Baby in Gang setzt. Wenn von außen darauf eingewirkt wird - und ich rede hier nicht nur von Schmerzmitteln, wehenfördernden Mitteln, Geburtseinleitungen, ...), indem die Gebärende ständig angesprochen wird, ständig in den Kopf geholt wird, ihr (teilweise wirklich unwichtige) Fragen gestellt werden, kommt sie heraus aus der Verbundenheit mit dem eigenen Körper, heraus aus der Intuition. 

 

Kann die Gebärende aber ganz bei sich bleiben, wie es bei Hausgeburten, in Geburtshäusern und alternativen Krankenhäusern der Fall ist, spürt die werdende Mama sehr genau, was sie braucht. Welche Position jetzt genau die richtige ist, ob sie Ruhe oder Bewegung braucht. Dabei kann sie unterstützt werden, indem sie nicht unnötigen Tastungen ausgesetzt wird, nicht angesprochen wird, das Licht gedimmt wird, kein Dauer-CTG an ihr hängt, sie sich bewegen kann, wie sie es braucht.

 

Den höchsten Stellenwert sollte haben, dass die Gebärende sich selbstbestimmt fühlt. Geburt ist etwas Traumatisches. Denn es werden zwei Körper voneinander getrennt.. Zwei Körper, die sich noch lange nach der Geburt in Symbiose befinden. Wenn dann unangenehme Kommentare, negative Schwingungen oder ungewollte Eingriffe auftreten, wirkt sich das ungünstig auf das Seelenheil der Mutter aus und kann zu einem kaum überwindbaren Geburtstrauma führen.

 

Wie eine selbstbestimmte Geburt aussieht, ist super individuell. Jede Gebärende darf selbst entscheiden, was das Richtige für sie ist. Ohne Scham. Ohne Rechtfertigung. Mit Schmerzmitteln, mit PDA, mit Kaiserschnitt,... Geburt ist einfach so überwältigend, so intim, so besonders. Darüber hat niemand zu urteilen. Nur du entscheidest, was für dich richtig ist. 

 

Verbinde dich mit deinem Körper. Verbinde dich mit deinem Baby im Bauch. Spüre, was das Richtige für euch ist.

 

Vielleicht kann dich auch der Podcast Die Friedliche Geburt dabei unterstützen.

 

 

weiterlesen >>> Stillen gut, alles gut

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