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Positive Gefühle, Negative Gefühle

In diesem Artikel erfährst du, warum du negativen Gefühlen Beachtung schenken darfst.

 

Wir sind es gewohnt, Gefühle zu kategorisieren nach positiven und negativen Gefühlen, erwünschten und unerwünschten Gefühlen. Doch alle unsere Gefühle sind Teil von uns. Sie gehören zu uns. Sie dienen uns. Sie nützen uns. Sie sind FÜR uns. Unsere Gefühle zu bewerten, ist schrecklich, denn durch diese Abwertung verbieten wir uns Gefühle, die wichtig für uns sind.

 

Unsere sogenannten „negativen“ Gefühle – besser unangenehme Gefühle – weisen uns auf unerfüllte Bedürfnisse hin. Und Bedürfnisse sind kein Luxusgut, das sind keine Wünsche. Nein! Bedürfnisse sichern unser Überleben. Und wir marschieren mit einem Selbstverständnis und einer Ignoranz über diese Bedürfnisse hinweg, dass es nur so kracht.

 

Wann hast du dich das letzte Mal erst um dein Kind gekümmert, obwohl du auf´s Klo musstest?

Wann hast du dich das letzte Mal erst um dein Kind gekümmert, obwohl du Durst oder Hunger hattest?

Wann warst du das letzte Mal so richtig schön ausgeschlafen?

 

Ha, gerade das mit dem Schlafen klingt doch nach Luxus, oder?

Ist es aber nicht!! Schlafentzug ist eine Foltermethode. Die Frage ist also nicht

„Kann ich es mir leisten, meine Bedürfnisse zu erfüllen?“,

sondern „Wie kann ich meine Bedürfnisse jetzt sofort erfüllen?“

 

(Was Bedürfnisorientierte Erziehung wirklich bedeutet, kannst du hier nachlesen.)

 

Unser Umgang mit unangenehmen Gefühlen

 

Wenn mein Kind schlechte Laune hat, kommt mir immer sofort die Frage in den Kopf, ob es Hunger hat oder müde ist. Zeigt mein Kind auffällig provokantes Verhalten, frage ich mich, wie ich den Bindungs- und Liebestank zu meinem Kind auffüllen kann. Ist mein Kind wütend, habe ich Verständnis für den Frust.

 

Wenn ich miese Laune habe oder wütend bin, verurteile ich mich dafür, werte mich herab und fordere mich auf, mich zusammenzureißen.

 

Erkennst du den Fehler?

 

Natürlich liegen auch unserer muffligen Laune ein oder mehrere unerfüllte Bedürfnisse zu Grunde. Und auch für uns dürfen wir Verständnis haben. Hinhören. Verständnis haben. Erfüllen. Und wenn schon die Stimmung gekippt ist, dann haben wir schon einige Grenzen und Bedürfnisse am Wegesrand liegen lassen.

 

Also, feiere deine unangenehmen Gefühle. Denn sie sind für dich und wollen dich beschützen! Wir können sie sowieso nicht einfach wegdrücken- was wir leider viel zu oft probieren. Denn sie verschwinden nicht. Und auch das dahinterliegende Bedürfnis verschwindet nicht einfach. Ganz im Gegenteil, unsere Gefühle werden nur noch lauter und lauter.

 

Vielleicht kennst du die Situation:

Dein Kind stellt etwas an und du spürst, wie du gerade so noch deinen Gefühlen ausweichen konntest und gerade so noch freundlich reagiert hast. Und zack! im nächsten kritischen Moment explodierst du dann doppelt intensiv. Wenn du dich manchmal von deiner Wut überrannt fühlst, kannst du hier weiterlesen.

 

Jap, sie lassen sich nicht wegdrücken. Stattdessen hinhören. Und da das Hinhören und Zulassen zur Königsdisziplin gehört, hab ich was für dich. Ich biete dir einen Kurs an, in dem wir genau das trainieren werden. Wir können keine Änderung von heute auf morgen erhoffen, nur im Prozess kann sich eine Veränderung einstellen. Hast du Lust dabei zu sein und die Beschwingtheit des neuen Jahres für dich zu nutzen? Dann komm dazu und werde Teil des Onlinekurses Ich halte die Gefühle meines Kindes nicht aus dabei. Hier gibt´s mehr Infos.

 

 

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